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Bienenpflege
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Bienenkönigin

Bienenkönigin mit Hofstaat
Foto: Steffen Hannert

 

Was ist Bienenpflege?

Bienenpflege ist wichtig für blühende Landschaften, denn die Hauptaufgabe
der Honigbiene ist die Blütenbestäubung sowohl der Kultur- als auch der
Naturpflanzen. Sie bestäubt mehr als 70 % der Nutzpflanzen und ist somit
unverzichtbar für unsere Ernährung, Artenvielfalt und eine insgesamt
funktionierende Natur.
Das Bienenvolk ist ein sich selbst organisierender Superorganismus, der sich den Bedingungen der Umwelt in höchst flexibler Weise anpassen kann. Die enorme Anpassungsfähigkeit wirft jedoch die Frage auf, wieviele Belastungen durch menschliche Eingriffe, Umwelteinflüsse wie z.B. Intensivlandwirtschaft und verringerte Nahrungsvielfalt die Honigbiene in Zukunft noch ertragen kann. Um diese Frage frei von Dogmen und Vorurteilen zu bearbeiten, suchen wir Austausch und Gespräch

Bienenpflege hat das Ziel einen möglichst gesunden, ausreichend dichten
Bienenbestand zu erreichen.

  • Was unterscheidet Bienenpflege von Imkerei?

  • Eingriffe in das Bienenvolk:
    So viel wie nötig, aber so wenig wie möglich. Vor allem verzichten wir
    bei der Bienenpflege auf züchterische Eingriffe jeder Art. Wir züchten keine
    Königinnen, denn diese entstehen aus dem natürlichen Trieb der Bienen, sich zu
    vermehren.
  • Naturschwärme:
    Die eigentliche Vermehrung des Superorganismus Biene erfolgt durch eine
    Teilung des Bienenvolkes. Kurz bevor eine neue Königin schlüpft, verlässt die
    alte Königin mit einem Schwarm, der etwa die Hälfte des Volkes umfasst, das
    alte Nest und begibt sich auf die Suche nach einer neuen Behausung.
    Die neue Königin bleibt im Stock. Der Schwarm lässt sich nicht weit entfernt vom
    alten Stock meistens an einem Baumast o.ä. nieder und wird von uns eingefangen.
    Wir vermehren unsere Völker bevorzugt, indem wir sie dort, wo es möglich ist
    schwärmen lassen. Wo das nicht möglich ist, betreiben wir Schwarmvorwegnahme. Durch das Schwärmen oder die Schwarmvorwegnahme kommt es zu einer Brutpause, die zu einer deutlichen Reduktion der Varroa-Last führt. Wir sind davon überzeugt, dass die natürliche Form der Vermehrung die genetische Vielfalt garantiert
  • Naturwabenbau:
    Das Wabenwerk der Bienen entsteht in Naturbauweise allein durch die
    Bienen selbst. Gedrahtete Rähmchen und Mittelwände werden nicht benötigt.
  • Honig:
    Bienen sammeln Nektar (Blütensaft) und Honigtau. Durch Zugabe körpereigener
    Enzyme und durch Entzug von Wasser entsteht ein einmaliges Naturprodukt:
    der Bienenhonig. Seit Menschengedenken wird Honig als Nahrungs- und
    Genußmittel besonders geschätzt und entsprechend bewertet.
    Auch wir Bienenpfleger ernten Honig, jedoch lassen für die Überwinterung
    dem Volk eigenen Honig und geben Zuckerwasser als Ergänzung.

    Bei der Bienenpflege leben die Bienen intensiv in ihren natürlichen Prozessen,
    was allein bereits zu einer verbesserten Gesundheit führt. Trotzdem ist die aktive
    Gesundheitsvorsorge von großer Bedeutung. So besteht z.B. überhaupt kein Zweifel an der Notwendigkeit einer gezielten Varroa-Behandlung. Wir wenden die gängigen Methoden an, schließen aber die Verwendung chemischer Medikamente entschieden aus.


 

 
 
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